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Die Geschichte des Speiseeises ist sehr umfangreich und lang. Ihre Wurzeln ragen weit zurück in die Vergangenheit. Fest steht, dass seit dem Altertum, vor allem in Kleinasien, Fruchtsäfte oder andere süße Substanzen gefroren wurden. Die Bibel überliefert, dass Isaak Adam zur Erfrischung Ziegenmilch zusammen mit Schnee reicht. Auch in Palaestina scheint es Brauch gewesen zu sein, während der Getreideernte den Sklaven Schneestücke anzubieten. Dieser Schnee war im Winter in dafür vorgesehenen Konstruktionen gesammelt und zusammengepresst worden, um ihn bis zum Sommer haltbar zu machen.

Bei den Pharaonen im alten Ägypten war es gebräuchlich, ihren Gästen randvoll mit Schnee und Fruchtsaft gefüllte Becher anzubieten. Plinius der Ältere erzählt von der Angewohnheit der Römer, eine Art Sorbet zuzubereiten, wobei fein zerstoßenem Eis Honig untergerührt wurde und diese Mischung mit weiterem zerstoßenen und mit Fruchtsaft vermengtem Eis verbunden wurde. In Rom war es weit verbreitet, eisgekühlte Getränke zu konsumieren; der Schnee kam entweder vom Terminillo Berg oder auch vom Etna und Vesuv und entlang der Straßen wurde er regelmäßig verkauft. Die Tradition der kalten Getränke verschwindet jedoch im Abendland mit dem Fall des Römischen Reichs; sie bleibt jedoch ein fester Bestandteil im Morgenland.

Anscheinend ist einem Anhänger des Mohamed die Entdeckung einer Methode zum Tiefkühlen von Fruchtsäften zu verdanken. Diese wurden in einen Behälter gefüllt, der sich wiederum in einem zweiten, mit Eis gefüllten Behälter befand. Der erneute Erfolg der eisgekühlten Getränke im Abendland ist jedoch den Arabern zu verdanken. Nach der Eroberung Siziliens, führten sie nämlich erneut den Verzehr dieser gefrorenen Früchte namens “Sorbets” ein.

Manche sagen sogar, die Bezeichnung “Sorbet” käme auch aus dem arabischen “sherbet” (süßer Schnee), andere meinen, es käme hingegen aus dem türkischen “sharber”: schlürfen, trinken. Diese Sorbets waren noch weit entfernt vom Speiseeis in der Form, in der wir es heute für gewöhnlich zu uns nehmen. Im Vergleich zu den einfachen Mischungen von Saft und Eis, werden bei den Arabern die Rezepte kompletter: Saft aus Zitrusfrüchten und Zucker wird fein zerstoßenem Eis untergemischt bis eine Art eisgekühlte Creme entsteht.

In der Renaissance entsteht die große Tradition des “gelato italiano”, der original italienischen Eiscreme. Ruggeri, ein Geflügelhändler und Hobbykoch, nimmt an einem Wettbewerb am Hofe der Medici in Florenz teil und bereitet eine gefrorene Süßigkeit zu, die zu einem enormen Erfolg wurde. Der Koch wird durch seine eisgekühlte Delikatesse so berühmt, dass die Nachricht bald den Hof der Katharina von Medici erreicht. Katharina, die die Gemahlin von Heinrich, Herzog von Orleans und späterer König von Frankreich, werden sollte,  will Ruggeri mit an den französischen Hof nehmen: den einzigen Koch, der sich ihrer Meinung nach mit den äußerst raffinierten Speisen der französischen Köche messen kann. So kam es, dass beim Hochzeitsbankett alle von seiner Spezialität kosten konnten: “Eis aus gezuckertem und duftendem Wasser”.

Als Vater des Speiseeises gilt jedoch der berühmte florentinische Architekt Bernardo Buontalenti, Amateurkoch, der es angeblich zum ersten Mal beim Eröffnungsbankett des Belvedere in Florenz hat servieren lassen.

Francesco Procopio dei Coltelli, ein palermitanischer Edelmann, der in Paris lebte, war es dann, der das Eis in ganz Europa berühmt machte. Procopio dei Coltelli eröffnete nämlich in Paris ein Café, das bald zum Mittelpunkt aller Neuheiten wurde: vom exotischen Kaffee, über Schokolade, bis hin zum raffinierten Eis, serviert in Gläschen, die Eierbechern ähnelten. In kurzer Zeit wurde das “Procope” ein sehr erfolgreiches Lokal und das Eis fand in Paris und dem Rest des Landes Verbreitung. Das Lokal bot dank einer “königlichen Lizenz” mit der Ludwig XIV Procopio die Exklusivrechte zur Eisherstellung erteilt hatte, verschiedene ausgefallene Spezialitäten wie “geeistes Wasser“, Fruchteis, “fiori di anice”, “fiori di cannella“, “frangipane“, “Zitronensaft Eis“, “Orangensaft Eis”, “Erdbeer Sorbet“ an.

Bereits zu dieser Zeit gab es zwei Arten von Eis: solches, bei dem Schnee mit Früchten wie Zitrone, Erdbeeren, Zitronatzitrone etc, gemischt wurde und solches, bei dem der Milch Zimt, Pistazien, Kaffee oder Schokolade untergerührt wurde. Die Herstellung erfolgte in Blechdosen, die mit der zu gefrierenden Mischung befüllt, mit einem Deckel verschlossen und in Behältern untergebracht wurden, die wiederum mit Eis befüllt waren. Die Dosen wurden dann erst aus diesen Behältern entnommen, wenn das Eis serviert werden sollte.

Das Speiseeis erreicht dann im 18. Jahrhundert auch die Neue Welt und dies scheint der Verdienst von Barbara Jannsen zu sein, der Ehefrau des Gouverneurs von Maryland, der 1744 zu einem Empfang Eis servierte. 1846 wurde in Amerika die Kurbel-Eismaschine entwickelt, eine sehr einfaches Gerät, welches die flüssige Mischung immer in Bewegung hielt. Dadurch konnte die Masse homogen gefrieren und das Ergebnis war nicht mehr körnig, sondern ein cremiges Eis konnte hergestellt werden. Hier beginnt die Geschichte des Industrieeises. Einer Legende nach, soll der erste industrielle Hersteller ein Milchhändler aus Baltimore gewesen sein, der eine nicht verkaufte Menge Milch verarbeiten musste und sie deshalb mit großem Erfolg in Speiseeis verwandelt hat.

Auch über die Verwendung der Eiswaffel gibt es verschiedene Legenden. Wahrscheinlich entstand sie in St. Louis während der Weltausstellung 1904. Ein Eishersteller, dem die Behälter, die er für gewöhnlich benutzte, ausgegangen waren, versuchte das Eis auf Waffeln zu verteilen, die an einem Stand in der Nähe verkauft wurden. Die Kombination wurde zum großen Erfolg!

Laut Berichten der Washington Post war es jedoch ein italienischer Immigrant in den USA, Italo Marchiony, der 1903 offiziell seine Idee patentieren ließ: ein Waffelhörnchen als Eistüte zu benutzen. Marchiony hatte das Potential von Eis zum mitnehmen erkannt und so seine Sorbets in einem zu einer Eistüte gefalteten Blatt Zeitungspapier verkauft. Hier fand die Idee ihren Ursprung, die er später dann auch patentieren ließ, das Papier durch ein Hörnchen zu ersetzen, das im Anschluss auch verzehrt werden konnte.

 


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